Unfreiwillige Strassensperre?!

Den weiteren Weg von Yaounde zu unserem Ziel im äussersten Südosten des Landes, wo es meist kein Handynetz gibt, legten wir mit Fahrer, Guide und Geländewagen zurück. Das kann sehr sinnvoll sein, da es zuweilen sehr kompliziert sein kann, in entlegenen Gegenden den richtigen Weg zu finden, und man sich vor allem nicht selbst um allfällige Probleme mit dem Fahrzeug kümmern muss. Von letzteren blieben wir selbst zum Glück bisher verschont.

Da aber ein Holz-Lastwagen auf einer entlegenen, nicht umfahrbaren Route mitten im Urwald weniger Glück hatte, konnten wir den Vorteil unseres Arrangements nutzen. Der einzige, dafür aber mehrfach wiederholte Kommentar unseres Fahrers bei diesem Anblick war „merde“.

Diese Angelegenheit machte leider eine nächtliche Unterbrechung unserer Fahrt notwendig. Nach der von unserem Guide organisierten Übernachtung in einer WWF-Unterkunft konnten wir am nächsten Tag die Reise fortsetzen. Allerdings nicht in unserem Auto, das keine Chance hatte, das Hindernis zu umfahren. Wir und unser Gepäck kamen zu Fuss darum herum und konnten auf herbeigerufenen Motorrädern weiterreisen. Der Fahrer und das Auto blieben zurück und werden in den nächsten Tagen nachkommen, falls die Strasse bis dahin wieder frei ist.

Da wir Manyemen bereits vor mehreren Tagen endgültig verlassen haben, blieben wir zum Glück von der grossen Geiselnahme ausländischer Staatsangehöriger im nördlichen Nachbarort (Nguti) und der grösseren Schiesserei mit anscheinend zahlreichen Verletzten im südlichen Nachbarort Manyemens (Konye) verschont. Aufgrund unserer mittlerweile grossen räumlichen Entfernung sind wir vom Bürgerkrieg in Südwest-Kamerun nicht mehr unmittelbar betroffen.

Ein Gedanke zu „Unfreiwillige Strassensperre?!“

  1. Uff. Ich hab echt schlucken müssen, als ich das gelesen hab!
    Hoffentlich kommt ihr bald gesund und munter wieder zurück nach Hause.
    Schöne Grüße aus Mittelhessen

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