Nord-wärts

Unsere Fahrt aus dem Bénoue Nationalpark raus verlief exakt so wie die Fahrt hinein. Wiederum nach rund 30 Minuten chauffierte uns der Fahrer in eine tiefe, diesmal mit Wasser und somit Schlamm gefüllte Furche und wir setzten mit der Hinterachse auf. Rund zwei Stunden später waren ausser uns und komischerweise dem Fahrer alle dreckig und das Auto aus seiner unpässlichen Lage befreit. Dies nicht zuletzt aufgrund der grösseren Gruppe von Soldaten die zufällig vorbeikamen und tatkräftig mit anpackten.

Weiter ging unsere Reise an den Ladgo-See, wo unser Guide uns spontan eine exklusive Führung im Wasserkraftwerk, mit dessen Chefingenieur er zusammen in Köln studiert hatte, organisieren konnte. Lagdo ist ein Stausee des Bénoueflusses, welcher 1977 bis 1982 durch Unterstützung der Chinesen gebaut wurde. Das Stauwerk ist rund 300m lang und 40m hoch, der See umfasst eine Fläche von über 550km2 und die gesamte Anlage versorgt den kompletten Norden von Kamerun mit Elektrizität.

Nach dieser spannenden Führung fuhren wir weiter bis nach Garoua. Garoua ist die Hauptstadt der Region Nord. Auf dem Weg veränderte sich die Landschaft langsam aber sicher zu einer trockenen dürren Savanne.

Unser Hotel in Garoua hatte einen Swimming Pool. Eigentlich ist das nichts ungewöhnliches. Richtig ungewöhnlich wird es erst, wenn Europäer darin schwimmen und zu einem signifikanten Kontrast der Hautfarben führen. Wir waren die Attraktion – für die anderen! Uns hingegen haben eher die beiden jungen verschleierten Frauen in traditioneller muslimischer Kleidung überrascht, die nach dem Umkleiden ebenfalls im Swimming Pool landeten – im Bikini.

Nach einem Besuch auf den doch immer sehr farbenfrohen, umtriebigen und wunderschönen Märkten von Kamerun, ging die Reise bereits weiter. Nord-wärts!




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