Das Spital Manyemen

Das Spital Manyemen hat 92 stationäre Betten und ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt: medizinisch-chirurgische Station, Privatstation, Tuberkulose-Station, Kinderstation, Wöchnerinnenstation mit Gebärsaal, Gynäkologie, Out-Patient-Department (Sprechstunde), Operationssaal, Notfallaufnahme, Labor, HIV-Sprechstunde, technischer Dienst (unter der Leitung von Martin) und Apotheke. Die zentralste Person ist allerdings die Kassiererin.

Wenn ein Patient ins Spital kommt, trifft er zuerst auf eine Pflegefachperson. Dort werden Grösse, Gewicht, Blutdruck und Temperatur bestimmt sowie die Patientendaten erfasst. Anschliessend wird der Patient zur Konsultation zum Arzt in die Sprechstunde schickt. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen und die notwendigen Untersuchungen. Bevor entsprechende Untersuchungen (z.B. Laboruntersuchung, Ultraschall, etc.) stattfinden, geht der Patient mit der entsprechenden Verordnung zur Kassierin und bezahlt seine Untersuchung. Erst anschliessend geht er ins Labor und bezieht die Leistung. Mit den entsprechenden Laborwerten (ca. 3-4h später) kommt der Patient zum Arzt zurück. Im besten Fall wird nun die Diagnose gestellt und es werden entsprechende Medikamente verordnet. Der Patient geht daraufhin wiederum zu der Kassierin, bezahlt die Medikamente für die entsprechende Behandlungsdauer und geht dann zum Apotheker, wo er die Medikamente schliesslich erhält. Nun kann der Patient wieder nach Hause gehen oder wird stationär aufgenommen.

Bei einer stationären Aufnahme hat der Patient bei Eintreffen auf der Station die verordneten Medikamenten bereits dabei. Zuerst wird dem Patienten ein Venflon gelegt, da ein Grossteil der Medikamente (speziell: Antibiotika und Malaria-Medikamente) zunächst intravenös verabreicht werden. Der Patient muss bei einer stationären Aufnahme eine Betreuungsperson mitbringen, die für ihn sorgt, Bettwäsche bringt, ihn pflegt, Essen kocht, ihm auf die Toilette hilft, etc.
Medikamente, die im Verlauf des stationären Aufenthalts verordnet werden, muss der Patient weiterhin im Voraus bezahlen, dafür wird er von der Pflege wieder zur Kassiererin geschickt. Es ist nicht unüblich, das der Patient sich einige oder alle Medikamente nicht leisten kann. Beim Austritt werden anschliessend die Nächte und noch ausstehende Untersuchungen verrechnet. Erst wenn der Patient die Rechnung beglichen hat, wird ihm der Venflon wieder entfernt und er kann nach Hause gehen.

Ein Gedanke zu „Das Spital Manyemen“

  1. Liebi Tanja, danke für dini viele spannende Iblick! D Melissa und ich sind de Blog regelmässig am verfolge und freued üs immer über Neuigkeite. Sie het mir no en Brief für dich diktiert:

    „Liebs Gotti, ich vermisse dich sehr. Ich ha dich ganz fest gern und ich hoffe das es dir guet got und du gnueg frischi Frücht überchunsch und das du immer guet chasch schlofe und ich wünsche dir das guet chasch schaffe im Spital und das du gueti Fründe hesch! Und das du immer guets esse überchunsch vom Tom 🙂 Ich und mini Fründe hend do dihei sehr guet und mir chönd immer zäme spiele.“

    Ganz liebi Grüess vo üs! Und au an Bodo en liebe Gruess

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