Aktuelle Informationen und Sicherheitslage

Gestern haben wir viele Informationen erhalten bezüglich Kamerun, der aktuellen Situation und den Unruhen, sowie zu Manyemen. Die Unruhen im anglophonen Teil von Kamerun sind nach wie vor vorhanden. Um kurz auszuholen: In Kamerun gibt es aktuell Differenzen zwischen der englischsprachigen Minderheit (rund 20%) und der französischsprachigen Mehrheit.

Kamerun war ursprünglich eine deutsche Kolonie. Der westliche Bereich ging nach dem ersten Weltkrieg an die Briten und es wurde fortan englisch gesprochen. Der Grossteil des Landes jedoch ging an die französische Kolonialmacht. Ein Jahr nach der Unabhängigkeit (1960) von Kamerun wurden die beiden unterschiedlichen Teile wieder vereint, zunächst in einer Föderation mit zwei gleichberechtigten Bereichen, welche jedoch elf Jahre später wieder aufgehoben wurde und in eine einheitliche Nation mit einer zentralen Regierung geändert wurde. Damit begannen die Klagen der Westkameruner, französisch stellt für diese Gruppierung bis heute eine Fremdsprache dar.

Im Oktober 2016 streikten zunächst die Rechtsanwälte und anschliessend auch die Lehrer in der Südwest- und Nordwestprovinz. Gesetze seien zunehmend weniger in die englische Sprache übersetzt und in den Schulen bevorzugt französischsprachige Lehrer angestellt worden. Seit Januar 2017 gibt es nun, wie zuletzt auch mehrfach von der europäischen Tagespresse berichtet wurde, in den Westprovinzen auf Wunsch der Zentralregierung kein Internet mehr.

Diese Unruhen beschränkten sich jedoch hauptsächlich auf die Städte. Im abgelegenen Manyemen sei davon nichts zu merken. Das Leben gehe dort ganz normal weiter, weit weg von alledem. Wir sind gespannt…

 

Am Mittwoch sollen wir den Schweizer Techniker von Manyemen in Basel kennenlernen. Martin Witmer lebt seit einiger Zeit bereits dort. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, denn wir haben eine Ansprechsperson vor Ort, welche die Bräuche und Gepflogenheiten bereits kennt und uns näherbringen kann. Gemäss unserem ersten Kontakt mit ihm, soll es eine funktionierende Wasserversorgung sowie Stromversorgung geben. Auch habe er sich bereits um einen intakten Moskitoschutz an den Fenstern unseres Hauses gekümmert. Ein Bett sowie etwas Besteck und Geschirr soll ebenfalls vorhanden sein. Das ist schon mal ein Anfang.

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