Update

Unsere Hühner gedeihen prächtig, das erste haben wir bereits genossen.
Und der Garten, naja, was kam, waren für kurze Zeit Bohnen, danach sind diese leider irgendwelchen Insekten zum Opfer gefallen, wenige Karotten, die noch immer in der Erde garen und Okra, die sich ungefragt selbst angepflanzt hat. Tomaten, Kräuter, Zucchetti, Blumenkohl, Chinakohl, etc. wollen von uns und von Manyemen leider nichts wissen. Einen Versuch war es wohl trotzdem wert.
Heute feiern wir Martins Geburtstag. Wahrscheinlich wird es eher eine kurze Nacht… 🙂


B-Ware in der „Entwicklungshilfe“

Ein zwar menschenverachtend veraltetes aber leider noch immer häufig angewandtes System der „Entwicklungshilfe“ ist, Dinge die man nicht mehr braucht, nach Afrika zu schicken statt sie fachgerecht zu entsorgen. Frei nach dem Motto, hier ist es zwar Abfall, aber DIE DORT freuen sich ja. Man gewinnt doppelt, zum einen kann man stolz auf sich selbst sein (natürlich redet man auch viel über die „gute Tat“), zum anderen spart man sich die Entsorgungskosten. Noch billiger kann man die Welt nun wirklich nicht retten.

Daran, dass man mit Elektroschrott unter einfachen Bedingungen, ohne Reparaturhandbuch, ohne Know-How und am besten auch noch ohne Anschlusskabel, rein garnichts anfangen kann, verschwendet man keinen müden Gedanken.

Ganz vegleichbar ist die Situation einer Operationsschere, die in Europa ausgemustert wird, weil sie verbogen ist und nicht mehr schneidet. Sinnvoll geschliffen werden kann sie in diesem Falle auch nicht mehr, da sich die Klingen garnicht berühren. Sie ist schlicht und ergreifend defekt. Woher kommt wohl der Gedanke, dass diese Schere in einem afrikanischen Bauch besser angewendet werden könnte als in einem europäischen?

Im Operationssaal hatte ich neulich grössere Schwierigkeiten, mir die sterilen Handschuhe anzuziehen. Irgendwie habe ich es einfach nicht geschafft, die jeweiligen Finger in die richtigen Öffnungen hineinzuschieben. Und dann war auch noch der Daumen auf der falschen Seite. Diese Situation rief Erinnerungen an mein Studium und an die ersten derartigen Versuche wach. Hinzu kam, dass ich mich gefragt habe, was die wache Patientin (Rückenmarks-Anästhesie), die gerade in meine Richtung schaute, sich dabei wohl denken würde. „Handschuhe anziehen kann er nicht, aber gleich soll er mich operieren. Klasse!“ Als sich dann der linke Handschuh gerade komplett auflöste wurde mein Weltschmerz vom Gelächter der OP-Schwester unterbrochen, die mir erklärte: „Nimm neue Handschuhe Doc, ist mir vorhin auch passiert. Die liegen falschrum in der Verpackung! Der ganze Karton ist so. Kommt aus Europa.“

Gegen Ende der Operation (auf die besagte Schere während der Operation war ich ja weiter oben bereits eingegangen) bekam ich dann einen schönen Nylon-Faden (2-0) mit entsprechend solider Nadel. Es gelang mir aber partout nicht, diese Nadel durch das Bauchgewebe zu stechen. Erst mit maximalem Kraftaufwand ging es dann endlich, sie war wirklich komplett stumpf. Am anderen Ende kam aber nur noch die Nadel heraus, der Faden war schon lange abgerissen. Auf mein Unverständnis hin wurde mir erklärt: „Das ist made in Germany, was hast Du erwartet?“

Da mich diese Aussage, die nicht als Insult gemeint gewesen war, doch etwas überraschte, ging ich der Sache nach. Nach der Besprechung mit dem Apotheker, der für die Bestellung, Beschaffung und Lagerung des kompletten Materials verantwortlich ist, leuchtete mir die ganze Geschichte schon besser ein.

Produkte, die aus Europa hier her kommen, sind praktisch ausnahmslos „Spenden“ und oft Abfall, den man dort nicht mehr haben wollte. Gute Qualität kommt hier praktisch ausnahmslos aus Indien.


Eindrücke aus Bamenda

Hier nun ein paar Impressionen aus Bamenda und dem Weg dorthin. Sehr Eindrücklich sind neben dem Strassenzustand und dem aussergewöhnlich dynamischen Verkehr in Bamenda selbst insbesondere auch das Gehörn der Kühe – vor und nach der Trennung des Kopfes vom Rumpf…

Auch Falschparken kann man hier ganz exzellent, lediglich das Losfahren danach ist gelegentlich etwas erschwert! 😉

Wenn nicht als Parkplatz, so eignet sich die Leitplanke etwas abgeschwächt zumindest um Wäsche zu trocknen.










Bamenda zum zweiten

Relativ spontan haben wir uns diese Woche entschieden, ein weiteres Wochenende in Bamenda zu verbringen und sind am Freitag Morgen losgefahren.
Dieses Mal hatten wir deutlich weniger Programm geplant und konnten daher strukturierter vorgehen. Am Freitag Nachmittag kamen wir wiederum zuerst im Prescafé an, einem der Kirche gehörenden Café, dessen Karte mit verschiedenen Kuchen, Fruchtsäften, Smoothies und „Swiss Müesli“ noch an die grosse Vergangenheit erinnert. Heutzutage gibt es nur noch (zugegebenermassen ziemlich guten) Kaffee, Flaschengetränke und wenige einfache Gerichte. Letztere allerdings nur, wenn man die überaus unmotivierte Bedienung schafft, dazu zu überreden. Zum Glück gelang uns das und so gönnten wir uns erstmal etwas zu essen und einen feinen Kaffee. Der anschliessende bereits fast obligatorische Besuch im Prescraft Shop, mit wunderschönem Kunsthandwerk und Geschirr, ludt wieder sehr zum Shoppen ein.
Den Abend haben wir gemeinsam mit Lumumba, dem lokalen Koordinator von Mission 21 für Kamerun, bei ein paar Gläsern Wein verbracht.

Heute waren wir am Morgen auf dem nahezu unendlich grossen Markt. Der erste Besuch galt einer Schneiderin, die uns traditionelle Kleidung in adäquater Qualität anfertigen soll, was in Manyemen selbst leider undenkbar ist. Anschliessend waren wir auf dem Food-Market um frisches Gemüse und weitere Kochzutaten einzukaufen.
Am Sonntag treten wir bereits wieder den Heimweg an.

Ich versuche in den nächsten Tagen einige Impressionen von Bamenda hochzuladen, das Kartenlesegerät wollte dieses Mal leider nicht mitkommen… Die Fotos zeigen den einzigen noch unfertigen Abschnitt der ansonsten exzellenten Strasse nach Bamenda, sowie Bamenda by night.


Sterben und Tod

Sterben und Tod ist ein Thema, das uns in unserer täglichen Arbeit in der Schweiz wie auch hier in Kamerun fast täglich begegnet. Die Überschrift „andere Länder, andere Sitten“ wäre auch in diesem Zusammenhang passend, denn der Umgang mit dem Thema ist tatsächlich anders…

Äusserst befremdlich ist, dass über den bevorstehenden Tod oder eine terminale Krankheit GAR NICHT gesprochen wird. Als sich eine HIV-Patientin mit AIDS im Endstadium in einem sehr schlechten Allgemeinzustand aufgrund massiver Übelkeit und Kraftlosigkeit weigerte zu essen, wurde sie von ihrer Mutter und der zufällig vorbeikommenden Laborantin in meinen Augen ziemlich hart zurechtgestutzt und regelrecht zum Essen gezwungen. Sie wurde mehrfach gefragt, ob sie leben oder sterben wolle und dass sie nun Essen und Trinken MÜSSE. Sie solle der Mutter nicht so viel Sorgen bereiten, sich zusammenreissen und nun endlich den Mund aufmachen, etc… Um den Worten mehr Nachdruck zu verleihen, wurde mit dem Stauschlauch (für Blutabnahmen) mehrfach auf das Bett geschlagen. Drei Stunden später verstarb die Patientin schliesslich wie erwartet.

Anfangs war es für mich unverständlich, dass Angehörige die Patienten in einem sehr schlechten, bzw. regelrecht terminalen Zustand mit nach Hause nehmen möchten. Dies hat jedoch erst auf den zweiten Blick verständliche logistische und vor allem finanzielle Hintergründe.

Die Möglichkeit der Aufbewahrung eines verstorbenen Körpers ist in Kamerun seit der Ebola-Epidemie stark eingeschränkt worden. Ein Verstorbener darf ungekühlt nicht länger als einen Tag (24h) aufbewahrt werden. Kühlhäuser (Mortuary) für Verstorbene gibt es zum Beispiel in Nguti (20 Autominuten) oder in Kumba (1h Autofahrt), nicht jedoch in Manyemen. In einer Mortuary können die Verstorbenen auch mehrere Monate aufbewahrt werden, dies ist lediglich eine finanzielle Frage. Der Transport von verstorbenen Personen ist hier nicht speziell geregelt, jedoch muss der Fahrer informiert sein, dass er eine verstorbene Person transportiert. Der Preis für die Fahrt steigt auf diese Information hin deutlich. Ein noch lebender Patient könnte aber viel preiswerter auf einem Motorrad statt teuer in einem Auto, das normalerweise bis zu acht Fahrgäste mitnimmt, transportiert werden.

Im Spital haben wir eine kleine ungekühlte Mortuary. Patienten, die bei uns im Spital versterben, werden dort hingebracht und bis zu 24h aufbewahrt. Der Körper wird den Angehörigen erst übergeben, wenn die Spitalrechnung komplett beglichen ist. Was geschieht, wenn dies nicht innerhalb der Frist von 24h passiert, weiss ich (leider) nicht. Dies ist bisher nie eingetreten. Die Angehörigen scheinen in diesem Falle die entsprechenden finanziellen Mittel aus eigenem Interesse viel rascher auftreiben zu können als für lebende Patienten.

Notfallmedizin in Kamerun

Da das Spital an einer viel- und schnellbefahrenen Nord-/Südachse liegt, sind Verkehrsunfälle prinzipiell denkbar. Glücklicherweise handelt es sich meistens um Motorradfahrer, die bei Schrittgeschwindigkeit auf Matsch gerutscht sind und sich ein paar Schrammen am Kopf (Helme sind unüblich) zugezogen haben.

Sehr schnell kann es aber auch ganz anders aussehen, wie vor zwei Tagen eindrücklich demonstriert wurde. Zwei entgegenkommende Personenwagen sind frontal kollidiert. Man darf nebenbei erwähnen, dass in Kamerun in einem normalen Familienauto statt fünf in der Regel sieben bis neun Personen transportiert werden. Das Gepäck ist dann meist auf dem Dach, höhenmässig gibt es hier keine offiziellen Beschränkungen.

Beim betrachten der Fotos, die uns freundlicherweise vom Bruder eines Patienten zur Verfügung gestellt worden sind, erkennt man unschwer, dass die Fahrer den ungünstigsten Platz innehatten. Einer der Fahrer verstarb noch am Unfallort. Wichtig zu wissen ist, dass es hier keinen Rettungsdienst oder ähnliches gibt. Die zerstörten Fahrzeuge werden meist an Ort und Stelle zurück gelassen und die Menschen sich selbst überlassen. In diesem Falle hat ein Reisebus die gehfähigen Verletzten aufgenommen und zu uns ins Spital gebracht, wo unmittelbar reges Treiben ausbrach. Der verstorbene Fahrer des ersten Fahrzeugs kam nicht mit dem Bus, er wurde wie der bewusstlose Fahrer des zweiten Fahrzeugs in ein Taxi gesetzt.

Das sonst üblicherweise eher etwas gelangweilt herumsitzende Personal verwandelte sich umgehend in einen Hühnerhaufen, wobei sowohl die Bewegungen als auch der Geräuschpegel gemeint sind. Da der Chefarzt meist abwesend ist und der Grossteil des Personals keine Ausbildung hat, ist man es hier nicht gewohnt, dass jemand der einen Plan hat anwesend ist. Umso anstrengender war es dann auch, den Aktionismus zu bündeln und einen gewissen Überblick zu gewinnen. Jeder hat sich etwas gesucht, was er kann. Die Clinical Officers, die sich selbst fälschlicherweise als Ärzte bezeichnen und sich mit „Doctor“ anreden lassen, haben wie das OP-Personal sofort begonnen, Wunden zu nähen. Die Pflege hat sich darum gekümmert, dass die Patienten bequem lagen. Leider stand ich mit den Untersuchungen der Patienten und der Beurteilung der Schwere der Verletzungen ziemlich alleine da.

Besonders groteske Ausmasse nahm es mit dem Fahrer des zweiten Fahrzeugs an, der vom Taxi einige Minuten nach dem gehfähigen Tross geliefert wurde. Ich befand mich gerade in einem anderen Zimmer bei einem Patienten der Atemprobleme hatte. Als ich in den „Dressing Room“ zurück kam, standen gerade alle Anwesenden um eine Trage herum, die ungünstigerweise auch noch an der Wand stand. Der Anästhesist legte gerade die zweite Spritze mit Schmerzmedikamenten beiseite, die er dem Patienten verabreicht hatte. Die anderen waren damit beschäftigt, den Kopf in eine abnorme Position zu zerren, um ihm den Kopf rasieren zu können, wo er eine kleine Wunde hatte. Meine Frage, ob er schon vor der Verabreichung der Medikamente bewusstlos gewesen sei, konnte von den Anwesenden leider niemand beantworten.

Nachdem ich mir Platz verschafft hatte, konnte ich den Patienten in Augenschein nehmen. Er war bewusstlos, die Augen zeigten fixiert nur in eine Richtung, die Pupillen waren nach den Morphin-ähnlichen Schmerzmitteln nicht mehr beurteilbar. Es floss Blut aus beiden Ohren. Der linke Arm hatte ein paar Gelenke zuviel, die Atmung war brodelnd bis grunzend und der Bauch steinhart. Der linke Oberschenkel, an dem kein Knochen mehr tastbar war, stand in grotesker Position vom Körper ab. Und am Hinterhaupt hatte er eine kleine, noch nichtmal blutende Platzwunde. Und genau auf diese Wunde hatte sich das Notfallversorgungsteam gestürzt. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man festhalten, dass die Situation einer gewissen Ironie nicht entbehrte.

Wie es der Zufall eben will, gab gerade an diesem Nachmittag unser Röntgengerät die Funktion auf. Unser Ultraschallgerät war sowieso bereits seit Monaten ausser Betrieb. Das klinische Bild und diese Konstellation führten dazu, dass ich mit den Angehörigen besprechen musste, dass der Patient mehrere Verletzungen hat, von denen jede einzelne für sich genommen bereits tödlich sein könnte, und wir hier mitten im Urwald ausser der Verabreichung von ein paar Medikamenten und der provisorischen Ruhigstellung der grössten Knochenbrüche nicht viel für ihn tun können. Man einigte sich darauf, ihn in eine grössere Stadt zu bringen. Die Wahl fiel nicht auf die räumliche nächste Stadt, sonden auf die nächstgelegene mit einem grossen Krankenhaus. Der noch immer bewusstlose Patient wurde dann zusammen mit seiner Nichte in ein Taxi gesetzt und abtransportiert. Er ist lebend angekommen, was wieder für die These spricht, dass wer hier aufwächst und erwachsen wird, in der Regel relativ zäh ist.

Gegen 18 Uhr kehrte schlagartig Ruhe ein, als der Grossteil des Personals, inklusive dem diensthabenden Clinical Officer, ohne Ankündigung in den Feierabend verschwand. Anwesend waren dann nur noch Tanja, ich und die Spätdienst-Equipe, die jedoch keine Übergabe über die Patienten erhalten hatte. Wer wo lag, und welche Verletzungen hatte, wusste ausser Tanja niemand. Es interessierte sich anscheinend sonst auch niemand dafür. Am darauffolgenden Tag konnten wir bis auf eine Patientin alle nach Hause oder in die weitere Behandlung an einem anderen Ort entlassen.


Rainy Season

Jahreszeiten wie sie in Europa bekannt sind, existieren in Afrika nicht. Hier in Kamerun unterscheidet man zwischen Trockenzeit und der „grossen und kleinen“ Regenzeit. Als wir hier angekommen sind, hat gerade die „kleine“ Regenzeit begonnen. Die kleine Regenzeit zeichnet sich durch kurze aber extrem heftige Regengüsse aus. Derart sintflutartige Regenfälle kennen wir aus Europa in dieser Form nicht. Alles Wasser aus dem Himmel kommt nahezu auf einmal herunter, Strassen werden zu Flüssen und die riesigen Drainagekanäle sind in kürzester Zeit überlastet.

Nach einer kurzen Trockenperiode folgte nun relativ direkt die grosse Regenzeit. Während der grossen Regenzeit gibt es weniger heftige dafür aber deutlich länger andauernde Regenfälle. Gestern und heute hat es zum Beispiel praktisch ohne Pause durchgeregnet. Anscheinend sind auch durchgehende Regenfälle für bis zu zwei Wochen am Stück keine Seltenheit. Die Temperatur liegt konstant bei ca. 25 bis 26 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit beträgt aktuell 86%. Die Kleider trocknen nach der Wäsche meist erst beim Bügeln. Und ab und zu kommt sogar der Pullover zum Einsatz…

Ab Oktober soll es wieder wärmer und vor allem sonniger werden, dann kommt die grosse Trockenzeit.



Nursing Superintendent Assistent

Die „Nursing Superintendent“ ist das lokale Äquivalent zu einer Pflegedienstleitung. Im konkreten Falle ist es eine ca. Ende-50-jährige Frau, die zuvor als Hebamme gearbeitet hat. Vor rund 2 Wochen wurde ich zu ihrer Stellvertreterin ernannt. Ihre vorherige Stellvertretung musste aufgrund der in einem früheren Beitrag genannten Transfers nach Kumba umziehen. Die Wahl fiel neben meiner Qualifikation wahrscheinlich auch deshalb genau auf mich, da man einer Kamerunerin bei so einer Beförderung ein höheres Gehalt hätte zahlen müssen, was bei der aktuellen finanizellen Situation des Spitals allerdings undenkbar wäre.
In den vergangenen 2 Wochen wurde ich nun also an 3 Tagen in die Arbeit der Nursing Superintendent eingearbeitet. Ihr Name, Pikwa Patience, wird meistens mit „Ma Pe“ (Madame Patience) abgekürzt, oder sie wird kurz Maa oder Mamí genannt.

Für Ma Pe ist es besonders wichtig, dass ich die monatliche Statistik sowie die tägliche Erhebung der Patientenaustritte übernehme. Dies möglicherweise auch deshalb, da ihre Computerkenntnisse nur wenig über das Starten von Video-DVDs hinausreichen. Die Arbeitseinteilung und Schichtplanung wird sie weiterhin selber durchführen, was mir sehr entgegen kommt. Auch werde ich weiterhin auf der Abteilung eingesetzt werden und nur wenn sie in den Ferien weilt, was voraussichtlich sehr bald sein wird, werde ich die Tagesverantwortung übernehmen.

Dies sind hauptsächlich verschiedenste sehr kurzfristige Anfragen für Freitage, das notieren der täglichen Präsenz an der Morning Devotion (Morgentlicher Gottesdienst), sowie die tägliche Kontrolle der Mitarbeitenden (Arbeit, Kleider, usw…). Auch die Teilnahme an den Sitzungen der Spitalleitung, der Beisitz der verschiedenen Gremien (HIV- und Tuberkulose-Kommitee, Bausitzung, usw.) gehören dazu. Die wichtigsten Tätigkeiten sind aber zweifelsfrei der tägliche Genuss einer bestimmten Fernsehserie sowie die Organisation und allenfalls Zubereitung der eigenen bis zu fünf Hauptmahlzeiten.

Übrigens die Arbeitszeiten der Pflegepersonen hat sich weder im Juli noch im August geändert. Es wird weiterhin im 3-Schicht System gearbeitet.